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	<title>Gute Literatur am See</title>
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		<title>Claudia Endrich &#8211; Für andere, für uns</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2025 06:16:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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<p>Bonifatius Verlag</p>
<p>464 Seiten</p>
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<p>Claudia Endrich erzählt das Leben gläubiger katholischer Menschen, die im Dienst der Kirche stehen und dabei ständig mit deren jahrhundertealten Regeln, wie dem Zölibat, Verbot der Abtreibung und der Priesterweihe nur für Männer, in Konflikt geraten. Damit ist der Kreis der Interessenten für dieses Buch schon einmal eingeschränkt, denn das Buch kreist fast ausschließlich um diese Themen: wie umgehen mit den rigiden Vorschriften der Kirche, die als nicht mehr zeitgemäß empfunden werden. Eine gewisse Spannung erhält das Buch durch die Vor- und Rückblenden, wodurch das Leben der kämpferischen Protagonistin Rita erst allmählich klarer hervortritt.<br />
Rita studiert zunächst in Innsbruck Theologie und wird später Pastoralassistentin, obwohl sie lieber Priesterin wäre: hierzu fühlt sie eine innere Berufung. Im Studium lernt sie den Priesteranwärter Sebastian kennen, der ein Leben ohne Frauen, ein Leben für Gott, für andere Menschen gelobt hat. Beide verlieben sich ineinander und sie bekommt ungewollt von ihm ein Kind, das sie abtreiben lässt.<br />
Beide müssen ihre Liebe geheim halten und Rita fordert Sebastian immer wieder auf, sich zwischen ihr und der Kirche zu entscheiden. Nach einigem Hin und Her entscheidet sich Sebastian letztlich doch gegen Rita und für die Kirche, ohne dies Rita offen und ehrlich sagen zu können. Man kann auch sagen: er flüchtet vor dieser Entscheidung: er tritt aus dem Jesuitenorden aus und übernimmt eine Gemeinde bei Paris, weit weg von Innsbruck. Rita erscheint in dem Buch fast immer als die Starke, die die Entschlusslosigkeit und Jammerei der anderen nicht ertragen kann und auf Entscheidungen drängt. Worin ihr spiritueller Glaubensimpuls liegt, wird mir allerdings nicht klar. Sicher, sie will für andere Menschen da sein; aber warum in der Kirche? Ja, sie will Priesterin sein, aber ihr wird nicht ganz zu Unrecht der Vorwurf gemacht, dabei mehr an sich zu denken, als an andere Menschen.<br />
Als Pastoralassistentin kämpft Rita dafür, dass Frauen in der katholischen Kirche völlig gleichgestellt werden und für das Recht auf Priesterweihe. Sie hält bessere Predigten und behauptet vor der Gemeinde, eine Ausnahmeregelung vom Bischof erhalten zu haben. Michael, der Pfarrer der Gemeinde, deckt das Ganze, weil auch er die Regeln der Kirche nicht strikt einhält. Denn er hat ein Verhältnis zur Yogalehrerin Simone. Auch die beiden leiden sehr unter der Heimlichkeit der Beziehung. Rita bestärkt eine junge Frau, ein ungewolltes Kind abzutreiben. Schließlich ist da noch Fabian, der homosexuelle Religionslehrer, der seine Beziehung ebenfalls vor der Öffentlichkeit verdeckt halten muss. Das ganze Leben von Rita dreht sich also um die hohen Mauern des Kirchenrechtes, die dem Einzelnen ein freies und glückliches Leben versperren. Ich als Leser empfinde diesen einseitigen Blick auf das Leben Ritas, das doch viel reicher und bunter sein müsste, fast schon als politisches Manifest.<br />
Das Buch von Endrich macht den Gedanken stark, dass Alles zusammen gehört. Rita und Sebastian, die Liebe zwischen zwei Menschen, ihr Glauben und ihre kirchlichen Aufgaben. Warum soll man dies trennen? Das ergibt doch keinen Sinn, so heißt es an einer Stelle. Die Gegenseite in der Figur des konservativen Grantlers „Zauner“ kommt dagegen nicht gut weg, denn hier zählt nur die Meinung: die kirchlichen Regeln waren schon immer so und so soll es bleiben. Hier also die Guten, dort die Schlechten? Ob diese Einseitigkeit dem Buch gut tut, bezweifel ich.</p>
<p>Martin Kasperzyk/Juni 2025</p>
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		<title>Manfred Koch &#8211; Rilke, Dichter der Angst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2025 05:33:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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<p>C. H. Beck Verlag</p>
<p>560 Seiten</p>
</div></section></p></div><div  class='flex_column av-2r5lqv-d28ceb17c2b8f2a213a12421bc022044 av_two_third  avia-builder-el-8  el_after_av_one_third  avia-builder-el-last  flex_column_div  '     ><section  class='av_textblock_section av-lwfbqyf9-c83b0a1f7fd945cef2c152cd48e68e07 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><p>Rilke &#8211; Dichter der Angst</p>
<p>Manfred Koch legt hier eine vorzügliche Biographie Rainer Maria Rilkes vor, weil er Leben und Werk gegenseitig eng verschränkt, was gerade bei diesem Künstler, der sein Leben ganz der Dichtkunst gewidmet hat, sehr angemessen ist.</p>
<p>Der Autor gibt freilich auch zu, dass er – das dürfte für die meisten Leser Rilkes gelten – nicht immer mit gleich großer Begeisterung ein Rilke-Leser war. Noch während seines Studiums fand der Autor die Gedichte parfümiert und den religiösen Verkündigungston seiner Verlautbarungen zur Kunst albern. Zum Glück hat sich dies später geändert.</p>
<p>Der Blick durchs Schlüsselloch ins Private wird in dem Buch immer wieder umgewendet und gebrochen durch den Blick auf Rilkes Schreibtisch und umgekehrt. Es mag zwar interessant sein, wenn man weiß, woher etwa die Ängste Rilkes kamen, die ihn lebenslang begleiteten, aber diese sind für uns ja nur bedeutsam, insofern wir es auch mit literarisch geformten Ängsten tun haben. Rilke als Dichter der Angst vorzustellen, mag auf den ersten Blick überraschen. Manfred Koch kann seine These aber gut begründen, nicht nur mit Verweis auf Rilkes Angst-Buch „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“.</p>
<p>Die Biographie leuchtet auf 476 Textseiten und einem ausführlichen Anhang viele Details aus, ohne sich in ihnen zu verlieren, und sie arbeitet besonders die großen Lebenslinien des Dichters heraus, seine lebenslangen Obsessionen und Eigenarten. Woher kamen diese? Sicher auch aus einer schwierigen Kindheit und dem schwierigen Verhältnis zur Mutter. Rilke, so der Autor, litt gar lebenslang an einer „Muttervergiftung“. Gleichwohl prägte sie ihn auch, so hatte er von der Mutter die Eigenschaft mitbekommen, zeitlebens Wert auf ein makelloses äußeres Erscheinungsbild zu achten und den Wert auf ein schönes Ambiente zu legen sowie eine lebenslange Affinität zur Adelswelt.</p>
<p>Obwohl ihm oft das Geld fehlte, hielt er mit erstaunlicher Unbeirrbarkeit am Lebensstil eines Edelmannes fest. In der Eisenbahn fuhr er Erste Klasse, stieg in den besten Hotels ab und erwartete stets, von Dienern umsorgt und von Köchinnen vegetarisch-verständig bekocht zu werden. Diese elitäre Haltung ist zwar wenig sympathisch, aber der Autor hält Rilke zugute, dass darin seine enorme Schutzbedürftigkeit zum Ausdruck kam. Denn in dieser Haltung kamen ihm die Menschen nicht zu nahe, hier waltete ein anerkannter Sinn für Distanz und Diskretion. Rilke suchte also im Luxus nicht die Protzerei, sondern Geborgenheit und Heimat. Schließlich verstand er es auch mit dieser Eigenart, ein Beziehungsnetz mit adligen Familien zu knüpfen, ohne welches er vielleicht nie derart literarisch produktiv geworden wäre.  Natürlich lernt der Leser dieser Biographie dann auch die wichtigsten Bezugspersonen Rilkes kennen, zu denen nicht zuletzt auch der Verleger Anton Kippenberger gehörte.</p>
<p>Nach dem anfänglichen Schock der Großstadt wurde Paris später sein geliebter Ankerplatz, zu dem er immer wieder gerne zurück kehrte. Jenen persönlichen Schock spürt jeder Leser seiner „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“. Es ist eine der ersten Romane, in dem virtuos der Ekel ästhetisiert wird. In diesen Rahmen stellt Manfred Koch auch Rilkes Gedicht „Der Panther im Jardin des Plantes, Paris“, in dem der Panther als eine Unglücksfigur wie die menschlichen Elendsgestalten gezeichnet ist. Das Gedicht schafft ein Stimmungsbild der Ausweglosigkeit und den Eindruck einer maschinenhaften Motorik.</p>
<p>Eine lebenslange Obsession Rilkes war das Nicht-festgelegt-werden-Wollen vor allem durch die, die einen lieben. Hier deutet sich an, dass das persönliche Lebensglück und das literarische Gelingen bei Rilke in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis zueinander standen, sehr zum Leidwesen der vielen Frauen. Von daher ist auch Rilkes Nähe zu Hölderlin verständlich, denn beide sind gefährdete Grenzgänger in jener Zone, in der Schönes und Schreckliches unentwirrbar ineinander übergehen. Der Weg durch die Hölle sei nun einmal sein Königsweg zur Kunst, so Rilke. Oder, um ein anderes Bild zu verwenden: je verzweifelter Rilke wurde, desto besser wurden seine Texte. Fallen und Steigen in eins. Die Fontäne ist nicht umsonst eines der Lieblingsmotive seines Werkes.</p>
<p>Rilkes Glück lag allein im gelingenden Schreiben, er lebte hin auf einer jener Inspirationen, die er so oft im Herbst und nach erlebtem (meist kurzem) Liebesglück mit Frauen erfahren hatte. Der Dichter ging in manchen Jahren eine erstaunliche Fülle neuer Beziehungen zu Frauen ein, sie waren zwar überwiegend nicht intim, wurden aber oft in einem leidenschaftlichen Stil brieflich zelebriert. Rilke konnte unwiderstehlich auf Frauen wirken, deren Schönheitsempfinden in erster Linie der Sprache galt. Das sexuelle Verhältnis zu den Frauen bestand oft nur wenige Wochen oder Monate. Rilke war aber keineswegs der aktive Verführer, er geriet &#8211; halb gezogen &#8211; in Beziehungen hinein, aus denen er sich meist nach einer kurzen Zeit der Euphorie wieder lösen wollte.</p>
<p>Rilke sah in der Liebe immer die Gefahr des Hineingezogenwerdens in einengende Beziehungen. Liebe &#8211; das sollte eine weitgehende, die Schranken der Persönlichkeit aufbrechende Erfahrung sein, die kosmische Kräfte ins Ich einfließen lässt. Die Gefahr, einer Person verhaftet zu bleiben und nicht die gewünschte Weite zu gewinnen, hielt Rilke für die allergrößte. Er war daher jemand, der in seinen Liebesbeziehungen immer auf dem Absprung zum Schreibtisch war und von der Verliebtheit nur den nötigen Anstoß mitnehmen wollte. Dem Künstler kam es darauf an, in der Liebe erweckte große Gefühle nicht zu leben, sondern sprachlich produktiv zu machen. Rilke nannte das selbst die Feindschaft zwischen dem Leben und der großen Arbeit.</p>
<p>Dabei war die literarische Anfangsphase keineswegs vielversprechend, denn Rilke schrieb wirklich miserable Gedichte: gestelzt, süßlich, altklug, sentimental, kurz: peinlich, sind nur einige der Adjektive. Hiervon befreite ihn erst die 15 Jahre ältere und verheiratete Lou Andreas-Salome, die die wichtigste Frau in Rilkes Leben wurde. Von 1897 bis 1900 waren sie ein Liebespaar. Ihr verdanken wir übrigens einige der klügsten Beschreibungen des Charakters von Rilke: „dieser Dichter des Überzartesten war robust, ja brutal, wenn es um die Durchsetzung seiner literarischen Berufung ging.“</p>
<p>Erst durch Lou Andreas-Salome und später Rodin lernte er, dass Gedichte aus reichhaltigen Erfahrungen inspiriert sind. Um eines Verses willen müsse man viele Städte sehen, Menschen und Dinge. Auch das ruhige, sachliche Schauen unter Abkehr von spontanen Gefühlsreaktionen hatte er in der Schule Rodins gelernt. Mit seinen sogenannten Dinggedichten gelang es Rilke, sich von direkten Gefühlsaussagen zu befreien und alles subjektive Empfinden in die Gestaltung des Dinges verlegen. Ein Ding im emphatischen Sinn war für Rilke ein Gegenstand, der mit dem Raum kommuniziert, Weite um sich schafft. Und dies gelingt dem Ding, sobald es kein gewöhnlicher Gebrauchsgegenstand mehr ist, sondern sich gegen die Alltagswelt in sich selbst abschließt. Dinge in diesem emphatischen Sinne lassen keine Konsumtion zu, die alles sofort auf bekannte Inhalte, Stoffe oder Ideen reduziert.</p>
<p>Dann wollte Rilke auch von Bewegung erfüllte, von Energien durchdrungene Dinge, schaffen. Kunst muss nach Rilkes Ansicht wirken, so existenziell- erschütternd, dass ihre Erfahrung nur mit der Wucht religiöser Erweckungserlebnisse vergleichbar ist. Dies erläutert Manfred Koch an Rilkes Gedicht Archaischer Torso Apollos. Das Hervorbringen von Kunstwerken war für Rilke ein religiöser Akt, gleichgültig ob die Künstler an Gott glauben oder nicht. Der Künstler hat sich den dunklen Kräften am Grunde seiner Seele anheimzugeben, um aus ihnen heraus immer neue Gestalten zu erschaffen. Das Beharren auf dem Wunderbaren und allem Willentlichen entzogenen Geschehen in den Tiefen der Seele war existenziell wichtig für Rilke.</p>
<p>Zur Besonderheit seiner Gedicht gehört auch die eigenartige Naturerfahrung als ein rhythmisches Ereignis. Rilke hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass sein Schreiben vom Klang und Rhythmus der Wörter als Spiegelung dieser Naturerfahrung lebte. Welt strömt in sein Inneres hinein und wird Empfindung und Wort. Ein Bergrücken, der wie wir umgangssprachlich sagen, sich zu einer Wiese „neigt“, das war in solcher Wahrnehmung ein wirkliches Sich-Hinabbegeben und emotionales Zu-Neigen. Ein solches Fühlen und Erfühlen der Dinge braucht Zeit und Erfahrung, die in den Augen Rilkes in der modernen Welt immer mehr vernichtet wird. Seine Weltsicht fühlte er durch die permanente Steigerung der Veränderungsgeschwindigkeit in der kapitalistischen Gesellschaft verloren gehen.</p>
<p>Zur eigenartigen Naturerfahrung  gehört es bei Rilke auch, sie als All-Einheit zu sehen, wozu auch Leben und Tod gehört. Rilke deckt den Unterschied nicht gänzlich zu, ist aber bemüht, ihn zu versöhnen, ohne auf das christliche Konzept des jenseitigen Lebens zurück zu greifen. Ganz diesseitig, weltlich dient der Tod dem Leben, indem er es vitaler macht und offen hält für eine Erweiterung der Erfahrung.</p>
<p>Fazit: eine klare Leseempfehlung für dieses hervorragende Buch, weil es gelehrt ist und sich trotzdem leicht lesen lässt.</p>
<p>Martin Kasperzyk/ im April 2025</p>
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		<title>Glauben sie an Wunder?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2025 14:04:39 +0000</pubDate>
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<p>Vielleicht finden sie etwas inspirierendes für sich&#8230;</p>
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<p>Fragen Sie einmal ihre Bekannten – sie werden erstaunt sein, dass die meisten Menschen sagen werden: „ja, ich glaube an Wunder“.</p>
<p>Laut einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Jahre 2006 antworteten auf diese Frage 56 Prozent der Befragten mit „ja“. Der Glaube an Wunder hat damit in den letzten Jahrzehnten sogar stark zugenommen, während der christliche Glaube in der gleichen Zeit stark abgenommen hat.</p>
<p>Dies ist erstaunlich, denn angesichts der Vorherrschaft des naturwissenschaftlichen Denkens in der Neuzeit stellt sich die Frage, inwiefern man neben der naturwissenschaftlichen Wahrheit heute noch überhaupt an Wunder oder gar religiöse Wunder glauben kann. Prägnant formulierte diese Frage der Theologe Rudolf Bultmann (1884-1976): „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testamens glauben.“</p>
<p>Offenbar ist der Begriff des Wunders nicht eindeutig an den christlichen Glauben gebunden, sondern er gehört zur Alltagssprache und wird oft sehr unspezifisch gebraucht. Entgegen der These von Bultmann benutzen die Menschen heute gleichzeitig die modernen Techniken und haben keine Schwierigkeiten, gleichzeitig trotzdem immer mehr an Wunder zu glauben.</p>
<p>Dies bildet sich in den Medien ab, in denen Wunderberichte einen großen Platz einnehmen. Man spricht zum Beispiel heute immer noch von dem Fußballwunder von Bern 1954 als Deutschland als krasser Außenseiter im Endspiel Ungarn besiegte und Fußballweltmeister wurde. Von Wundern wird oft in Zusammenhang der Rettung von Menschen aus aussichtsloser Lage berichtet: „Wunder in Südafrika – Arbeiter nach fünf Tagen aus Trümmern gerettet“. Wunder werden auch von Medien aufgegriffen, wenn es um medizinische Ereignisse geht, die nicht erklärbar scheinen. Hier sind zum Beispiel Nahtoderfahrungen zu nennen oder Heilungen von Krankheiten, die medizinisch nicht erklärt werden können. Man kann geradezu von einer Inflation des Wunderbegriffs sprechen, wenn man sieht, dass auch in der Werbung gerne damit gearbeitet wird: „ein wahres Wundermittel zum Abnehmen.“</p>
<p>Wunder sind scheinbar unerklärbare Ereignisse und daher extrem selten, sie fesseln daher sofort unsere Neugier und Aufmerksamkeit und Medien auf der täglichen Suche nach Neuem greifen dann gerne die Wundergeschichten auf. Die genannten Beispiele zeigen, dass „Wunder“ meist mit subjektiven und positiven Emotionen verbunden sind. Menschen lieben Wunder, weil sie unberechenbar, überraschend sind und uns staunen lassen.</p>
<p>Wo bleibt da die Religion?</p>
<p>So gesehen haben Wunder erst einmal gar nichts mit Religion zu tun. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit, denn Wunder kommen auch immer wieder in religiösen Zusammenhängen vor. Unter der Annahme, dass Gott selbst das Wunder vollbracht hat, bekommt das Wunder eine religiöse Bedeutung.</p>
<p>So wird von einem der am meisten besuchten Wallfahrtsorte Lourdes immer wieder von Wundern berichtet, etwa medizinisch nicht erklärbare Heilungen, die von der Kirche nach einer eingehenden Untersuchung auch anerkannt werden. Solche religiösen Erfahrungen verweisen darauf, dass die rational erklärbare Realität nicht die ganze und allein gültige Wirklichkeit ist. Religiöse Wundergeschichten überwinden die  einengende naturwissenschaftliche Sichtweise, die eben nicht alles erklären kann. So gesehen, gibt es eine „Wahrheit“ der Wunder, die mit dem Verstand nicht messbar ist.</p>
<p>Neben diesen Wunderheilungen gibt es aber auch weniger „spektakuläre“ Wunder, die den Menschen eher unscheinbar begegnen oder im Verborgenen stattfinden, sie treten plötzlich im eigenen Leben auf und berühren den betroffenen Menschen so intensiv, dass sie zu einer völligen Änderung des bisherigen Lebens führen können: z.B. ein Manager ändert von heute auf morgen sein Leben und tritt ins Kloster ein oder: jemand gibt hier sein wohlsituiertes bisheriges Leben auf, um armen und bedürftigen Menschen in Entwicklungsländern zu helfen. Solche lebensverändernden Geschehnisse kommen aus dem Nichts und sind wundergleich nicht erklärbar, sie berühren uns deshalb, weil wir diese Erfahrungen bei anderen immer auch auf unser eigenes Leben und den Sinn, den wir unserem eigenen Leben geben, zurück reflektieren.</p>
<p>Kann man also an Wunder im religiösen Sinne glauben? Ja, Menschen können und tun es. Wunder als Winke Gottes halten den Glauben daran wach, dass noch nicht heraus ist, was sein wird bzw. was wir sein werden (1. Joh 3,2). Sie verweisen uns darauf, dass wir nicht alles rational beherrschen und im Griff haben, sondern in jeder Sekunde unseres Lebens einem unverfügbaren Gott unterstehen, der die Macht hat, alles mit einem Schlage zu ändern.</p>
<p>Im Wunder offenbart sich uns Gott als unergründliches Geheimnis und wir sind aufgefordert, uns dieser Wahrheit zu öffnen. In ihm bewahrheitet sich die Allmacht Gottes, ein Wink, dass es eine unsichtbare und unbegreifliche Welt gibt. Im Wunder zwingt uns Gott zu nichts, sondern überlässt es jedem Einzelnen in Freiheit daran zu glauben oder nicht.</p>
<p>Martin Kasperzyk im April 2025</p>
</div></section></div>
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		<title>Stefan Zweig: Erinnerungen eines Europäers und Weltbürgers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2025 07:26:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Freitag, den 06. Juni 2025 in Überlingen ...]]></description>
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<p>Eine szenische Lesung mit der Familie Kasperzyk &amp; Freunden</p>
<p>Im Anschluss feiern wir gemeinsam den 150. Geburtstag von Thomas Mann</p>
<p>Ein Abend für ein bisschen Frieden und mehr Menschlichkeit</p>
<p><u>Freitag, 06. Juni 2025 um 19 Uhr, Werner-Haberland-Weg 9, Überlingen</u></p>
<p>In Zusammenarbeit mit dem Literaturverein Forum Allmende</p>
</div></section></div>

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<p>In Überlingen</p>
<p>Eintritt frei</p>
</div></section><br />
<section  class='av_textblock_section av-37y8vu-14d0f8a63825c9d0478fd51b563958f8 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><p>„Die Welt von Gestern“ und unsere Welt von heute</p>
</div></section></p></div>
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		<title>Jonas Lüscher &#8211; Ins Erzählen flüchten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2025 07:15:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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<br />
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<p>C. H. Beck Verlag</p>
<p>111 Seiten</p>
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<p>Ins Erzählen flüchten</p>
<p>Jonas Lüscher skizziert in dieser überarbeiteten Fassung seiner Poetikvorlesung aus dem Jahre 2019 an der Hochschule St. Gallen im Wesentlichen den Gegensatz zwischen dem Narrativen und dem Messbar-Wissenschaftlichen. Gleichzeitig verbindet er diese Reflexionen mit seinem persönlichen Weg von der universitären Philosophie ins dichterische Schreiben. Die Frage, ob man der dichterischen Erzählung oder dem wissenschaftlichen Denken verpflichtet sein soll, ist ein zentrales Motiv für den Schriftsteller Lüscher.</p>
<p>Der genannte Gegensatz, in dem zwei ganz unterschiedliche Arten der Weltbetrachtung aufeinander treffen, kann durch weitere Begriffe verdeutlicht werden: Widersprüchlichkeit und Widerspruchsfreiheit, Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit, Mythos und Logos, Erklären und Beschreiben, das Allgemeine und der Einzelfall. Alleine hierüber könnte man ganze Bücher schreiben.</p>
<p>Der Autor jedenfalls beginnt ganz am Anfang der europäischen Geistesgeschichte, nämlich mit der homerischen Welt, die erfahrungsgesättigt und am Einzelfall interessiert ist. In dieser Welt geht es noch nicht darum, von einer Erscheinung zum wahren Wesen einer Sache vorzudringen. In ihr dringt nun aber (Lüscher stützt sich hier auf Feyerabend) der Philosoph Parmenides ein. Mit ihm beginnt ein priesterliches Sendungsbewusstsein und ein eindeutiger Bildungsauftrag, der sich nach der allgemeingültigen Wahrheit richtet. Erfahrung wird als trügerisch gebrandmarkt und auf der Suche nach der Wahrheit solle man sich besser nicht von ihr leiten lassen. Das logische Argument ist wichtiger als die Erfahrung. Das Werk von Parmenides stellt somit eine Zäsur dar für das Selbstverständnis des Menschen, auf die sich dann später auch Platon stützt mit seinem Vorwurf der narrativen Beliebigkeit des dichterischen Werkes. Dass Narrative wird von ihm gar als moralisch schädlich gebrandmarkt. Mit ihm siegt der Logos endgültig über den Mythos. Wie der Autor selbst bemerkt, ist dieser Parforceritt durch die Geistesgeschichte freilich etwas holzschnittartig und sehr vereinfachend.</p>
<p>In der Neuzeit, so der Autor, ist das mathematisch- naturwissenschaftliche Weltbild vorherrschend. Gefährlich wird dann heute in Zeiten des Internets der vorherrschende Drang, sich auf das Messbare zu verlassen, weil wir dazu neigen, den überaus komplexen Bereich des Lebensweltlichen zu simplifizieren und zu trivialisieren und dabei den Einzelfall und das Individuum zu marginalisieren. Das Diktum der Vermessbarkeit und Vergleichbarkeit bedeutet nämlich, das Schwierige, Sperrige, Komplexe und Widerspenstige auszuschließen. Geliefert wird das Erwartbare und das leicht Konsumierbare. Wir laufen übrigens auch Gefahr Wichtiges zu übersehen, weil es sich eben nicht messen lässt.</p>
<p>Man muss darin eine quantitative Verblendung sehen, wogegen sich dann das Narrative als Gegenentwurf zur Rationalität und Messbarkeit der Welt versteht. In Geschichten erzählen wir daher dasjenige, was sich diesem Diktum entzieht, wir erzählen das, was in der Abstraktion in Vergessenheit gerät. Es gibt eben Dinge, die sich weder verstehen noch befriedigend beschreiben lassen. Dinge, die sich dem Verstand entziehen, dass Unbestimmbare, das Dunkle und Unvernünftige.</p>
<p>Auf der anderen Seite hat freilich auch das Narrative seine Schattenseiten. Denn es erhebt sich der Vorwurf, dass Narrative sei inflationär, die Erzählung sei allgegenwärtig und verantwortungslos, weil sie zur autoritären Machtausübung missbraucht werden kann. Zu nennen ist hier der missbräuchliche Monomythos, wie Beispiel der, dass die USA „the greatest country in the world“ seien. In solchen Mythen soll die kritische Distanz durch emotionale Nähe und die Bestätigung vorgefasster Meinungen abgelöst werden. „Am einfachsten packt man den Leser im Genick, in dem man seine Nase tief in den Sumpf seiner eigenen Ressentiments und Ängste drückt.“ Monomythen geschickt einzusetzen, ist daher die Strategie populistischer Politik.</p>
<p>Das Erzählen von Geschichten ist demnach nicht so unschuldig wie es erscheint. Einerseits gibt es eine Suggestivkraft, die missbräuchlich verwendet werden kann, andererseits ist es die Stärke der Erzählung, dass man sich darin verlieren und versenken kann, sich von ihr berühren lässt.</p>
<p>Lüscher flüchtet sich dennoch ins Erzählen, ins Erzählen in einem guten Sinne freilich, in dem das Vage im Vagen bleiben darf und der Zufall zu seinem Recht kommt.</p>
<p>Die Stärke von Lüschers Ausführungen liegen darin, dass sie dem Leser in aller Deutlichkeit unterschiedliche Sichtweisen auf die Welt vor Augen führen. Sichtweisen, die ihre Berechtigung haben, aber auch immer kritisch hinterfragt werden müssen. Wissenschaft und Narration können jedenfalls ganz gut nebeneinander und auch bestens miteinander bestehen.</p>
<p>Martin Kasperzyk/ März 2025</p>
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		<title>Botho Strauss &#8211; Herkunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2025 06:42:19 +0000</pubDate>
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<p>Carl Hanser Verlag</p>
<p>96 Seiten</p>
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<p>Geboren am 2. Dezember 1944 in Naumburg gehörte Strauss in Deutschland vor allem in den 1970er bis 1990er Jahren zu den erfolgreichsten Dramatikern, seine Stücke wurden auf deutschen Theaterbühnen oft gespielt. In seinen Publikationen, es sind meist essayistische und aphoristische Texte, zeigt er sich immer wieder als genauer Beobachter zwischenmenschlicher Beziehungen und gesellschaftlicher Entwicklungen, aber auch als Demokratie- und Zivilisationskritiker, wie etwa im Essay „anschwellender Bocksgesang“, der 1993 im Spiegel erschienen ist. Heute lebt er zurückgezogen in der Uckermark.</p>
<p>Anstatt einer Übersicht über Leben und Werk von Botho Strauss &#8211; eine solche lässt sich leicht im Internet nachlesen – soll es hier in der gebotenen Kürze um ein einziges Werk von ihm gehen.</p>
<p>Das hier zu besprechende Buch „Herkunft“ hat Botho Strauss in seinem 70. Lebensjahr im Jahre 2014 veröffentlicht. Es ist ein Erinnerungsbüchlein von nicht einmal 100 Seiten – ein zartes Andenken an die eigene Kindheit und Jugend im Rheinland-Pfälzischen Badeort Ems in den 50er und 60er-Jahren und vor allem ist der Text eine liebevolle Hommage an den Vater. In der Beschreibung des Vaters leuchtet uns aber auch einiges entgegen von dem, was den Sohn selbst auszeichnet.</p>
<p>Aber über diese persönliche Vater-Sohn-Beziehung hinaus ist das Buch auch ein gescheites und unsentimentales  Nachdenken über das, was wir Erinnerung nennen.</p>
<p>Zunächst erfahren wir einiges über die Marotten und Eigenarten des Vaters, der im Ersten Weltkrieg ein Auge verlor und später Pharmareferent wurde und seine  Gutachten zu Hause am heimischen Schreibtisch schrieb. Die gründliche Morgentoilette und der Krawattenknoten mit Einsteckperle sowie die Tatsache, dass er sich zu Hause stets sorgfältig gekleidet an seinen Schreibtisch setzte, weisen ihn als peniblen und akkuraten Menschen aus. Dem Sohn, der seinen Vater lieber gewöhnlicher und nicht so vornehm haben wollte, missfiel dies. Dem Vater jedoch ging es darum, Figur zu machen, sich abzuheben von den gewöhnlichen Zeitgenossen, die sich seiner Meinung nach vernachlässigten. Der Tagesablauf, so schreibt Strauss, war streng geregelt und der Uhr unterworfen. Gegen 12:30 Uhr das Mittagessen, anschließend Lektüre der Tageszeitung, dann zwischen Eins und Drei schlafen, wobei niemand anrufen durfte und an der Tür hing ein Schild „von Eins bis Drei wird nicht geöffnet.“</p>
<p>Es war noch eine Zeit, in der man zum Gruß den Hut zog. „Alle hatten noch ihre Art, ihr reputierliches Benehmen, keine Hand in der Hosentasche und selbstverständlich eine tiefere Verbeugung vor den Lehrern.“ Doch Strauß wäre nicht Strauß, wenn er aus dieser Beschreibung nicht auch eine kleine Lebensweisheit ziehen würde, wie diese: die Behausung und die bergenden Zeremonien waren das, was die Institutionen für die Gemeinschaft bedeuten.</p>
<p>Der Sohn hatte im Grunde ein gutes Verhältnis zum Vater. „Viele Fragen habe ich meinem Vater gestellt und habe immer gute Antworten bekommen.“ Was die Lektüren des Vaters angeht: Thomas Mann war zwar sein bevorzugter Autor, aber er „verriet auch eine fatale Neigung zu harmloser Heiterkeit in der Literatur.“ Der Vater veröffentlichte sogar ein Buch, ein einziges Buch, mit dem Titel „nicht so früh sterben!“</p>
<p>Strauss verschweigt aber nicht den schwierigen Charakter des stolzen Vaters, der zu den Menschen oft abweisend war. Ein kantiger Mann, der lieben und hassen konnte, schwermütig und herrisch war er, jedenfalls kein Anwalt des Sowohl-als-auch. Er war ein „Volksverächter mit törichten Verblendungen, aber niemals ein Rohling.“ Ein grimmig und kraftvoll Unzeitgemäßer war er. Kraftvoll noch in seinen läppischen Empörungen und Irrtümern, so Strauss. „Herkunft“ ist jedoch keine persönliche Abrechnung, sondern ein Buch voller Verständnis für den konservativ und aus der Zeit gefallenen Vater. Denn nach dem Tod des eigenen Vaters fehlte ihm das Geld, um sein Medizinstudium fortzusetzen. Sein Leben war eines harter Versagung: Krieg, Verwundung, verjagt aus der Heimat im Osten und schließlich ein ungeliebter Beruf.</p>
<p>Der Sohn bringt aber mehr als ein bloßes Verständnis für den Vater auf, denn er blickt auch mit großer Dankbarkeit und voller Empathie auf ihn. So schreibt er etwa über scheinbar so Nebensächliches und Peripheres, wie die Hände seines Vaters: diese Hände „gaben mir einen Sinn dafür, dass das Herz eines Menschen vordringen kann bis in seine äußeren Gliedmaßen.“ Gliedmaßen von Güte und Mut. „Die Hand hat mich gestraft und liebkost; sie hat mir die ersten Blumen gewiesen und die erste Zeile im Buch.“</p>
<p>Besonders eindrücklich schildert Strauss, wie er als nun selbst alt gewordener Mensch auf den Tod des Vaters zurückblickt. Daher sei dieses etwas längere Zitat hier erlaubt: „Ich habe deinen Tod nicht zu mir genommen damals, im Jahr des Aufbruchs, 1971. Ich war zum Vorwärtsblicken unterwegs, und die Trauer beugte mich nicht. Ich dachte auch, er käme dir recht. Ich sah, dass du zuletzt genug hattest und dir das Leben zu schwer wurde. Sicher, nur um mich vor dem Angriff des Schmerzes abzuschirmen, habe ich dich für erlöst erklärt. Erst langsam bin ich dann hineingewachsen in deinen Tod … Du einzige Quelle meiner Erinnerung!“</p>
<p>Es sind solche schönen und wahren Sätze, die die Texte von Strauss lesenswert machen. Es sind solche Perlen, die man immer wieder findet in manchmal unbedeutender, zuweilen auch fragwürdiger Prosa.</p>
<p>In der Rückblende auf den Tod des Vaters verquickt sich der eigene selbstbezüglich-jugendhafte Aufbruch des Damals mit dem Selbstvorwurf des Älteren von Heute, nämlich dem Sterben und Tod des Vaters nicht gerecht geworden zu sein. Und gleichzeitig ist da eine Erkenntnis, das damalige Nichtzulassen nachträglich doch in sich aufgenommen zu haben.</p>
<p>Aus dem Resonanzraum seiner Erinnerungen gewinnt Botho Strauss so immer wieder weise und kluge Einsichten. So deutet er seine Erinnerungen als Pfad, auf dem der Vater herüber kommt ins Jetzt und auf dem er zugleich wieder zurückgeht ins Vergangene.</p>
<p>Eine weitere wertvolle Einsicht ist die geheimnisvolle Spiegelung von Fernweh und Heimweh in der Erinnerung, denn das Gedächtnis -so Strauss- ist eine „Variable der Sehnsucht“ nach beidem, eine Variable, in der beides immer gleich unerreichbar bleibt. Denn indem man sich zurückversetzt in jene fernen Tage, als jedes Ding noch im „Geruch der Unschuld“ stand, will man Nähe, die aber nie erreichbar ist.</p>
<p>Das, was war, liegt immer fern der Gegenwart, es ist auch in der Erinnerung ein „unbezwingbares Reich“. Wir blicken, so Strauss, in unsere Frühe wie in die blaue Kugel des Magiers, betrachten unser abgetrenntes und umschlossenes „Weltlein“. Und erzählen wir von dem Verlorenen, wollen wir es teilen mit anderen, stellen wir fest, niemand kann da mit hinein. Die Kugel mit dem eigenen Weltlein bleibt rundum Mein und unzugänglich für jeden anderen.</p>
<p>Und noch etwas kommt hinzu: wer seine Erinnerungen anderen erzählt (wie es Strauss in seinem Büchlein „Herkunft“ tut), befindet sich nicht mehr im unmittelbar- überwältigenden Zustand der Erinnerung, sondern bereits in der reflektierten Distanz dazu. Erinnerung und erzählte Erinnerung sind nicht identisch.</p>
<p>In der Erinnerung an die Eltern zeigt sich schließlich auch etwas, was wir alle mehr oder weniger an uns selbst erleben. Es ist die Verwunderung, dass die frühe Prägung langsam, aber unerbittlich im Alter ihre Wirksamkeit entfaltet. „Man altert geradewegs in das hinein, was man einst als rettungslos veraltet empfand.“ Wir sind, wie wir da sind, von gestern her.</p>
<p>Und dies „Von-gestern-her“ ist im Werk von Botho Strauss in der Tat eines der zentralen Motive: es ist der Impuls, man müsse gegen alle Widerstände des flüchtigen Zeitgeistes unbedingt unsere prägenden Traditionen in Kunst und Literatur bewahren und weitertragen. Nicht um ihrer selbst willen, sondern unseretwegen.</p>
<p>Martin Kasperzyk/ Februar 2025</p>
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		<title>Die Frauen von Trachis im Theater Zürich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Dec 2024 07:10:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Traktate]]></category>
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<p>Vielleicht finden sie etwas inspirierendes für sich&#8230;</p>
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<p>Eine gelungene Inszenierung in der Züricher Schiffbau-Box mit einer herausragenden Patrycia Ziółkowska als Deianeira</p>
<p>Die Zuschauer werden in den Theaterraum erst kurz vor Vorstellungsbeginn herein gelassen, denn die Schauspieler sind bereits alle auf der Bühne zunächst wie erstarrte Statuen präsent – und sie bleiben dort bis zum Schluss der zweistündigen Theateraufführung. Am Ende goutiert das Publikum die sehr gelungene Aufführung zu Recht mit lang anhaltendem Applaus.</p>
<p>Jossi Wielers Inszenierung verzichtet darauf, übermäßig modern daher zu kommen, um zwanghaft an einen heutigen gesellschaftlichen Diskurs anzuknüpfen. Gleichwohl ist das Stück überhaupt nicht bildungsbürgerlich verstaubt, auch wenn die Regie sich auf eine Neuübersetzung des Altphilologen Steinmann stützt, der sich nahe an den altgriechischen Originaltext hält.</p>
<p>In Sophokles&#8216; <em>Frauen von Trachis</em> wartet Deianeira zu Hause in Trachis mit ihren Kindern auf ihren Heldengatten Herakles, der selten zu Hause ist und seine Kinder sieht wie ein Bauer einen entfernten Acker: „einmal beim Sähen und einmal beim Ernten.“ Bei solchen Sätzen spürt  man förmlich das verbreitete Schmunzeln der Theaterbesucher. Bevor der Held nach seinen Siegen draußen in der Welt nach Hause kommt, schickt er &#8211; unsensibel, wie er ist &#8211; dann schon mal die junge und schöne Iole (June Ellys Mach) vor, die er erst als Sklavin ausgeben lässt, bei der Deianeira aber rasch erkennt: das ist eine Konkurrentin und Zweitfrau. Ein Thema heute so aktuell wie damals vor 2.500 Jahren: der Schmerz und die Verletzung, die sich ehebrechende Partner zufügen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Ein Theaterraum der Gegensätze</strong></p>
<p>Gegensätzliche Welten: das wird dem Zuschauer in Muriel Gerstners Bühnenbild deutlich vor Augen geführt. Einerseits sehen wir die äußere Welt an den Rand gedrängt, kalt und erstarrt: der kahle Betonquader der Bühne bleibt offen sichtbar. Andererseits vermittelt der blaue Teppichboden sowie eine meterhohe biedermeierliche Holzkommode mit Schubladen in der Mitte der Bühne eine heimelige Wohlfühlatmosphäre, die aber nicht recht passt zu der Kälte der Welt. Der Überseecontainer in der Ecke dagegen wirkt wie geschrumpft. Die Gegensätze könnten kaum stärker ausfallen: hier die häusliche, auf ihren Ehemann Herakles wartende Deianeira, dort die äußere Welt der ständigen Kämpfe. Hier die verfallende Welt der Familie, dort die an den Rand gerückte und unwichtig gewordene äußere Welt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Alles gerät ins Wanken</strong></p>
<p>Die Welt gerät aus dem festen Gefüge, nichts bleibt wie es ist – und damit müssen alle Personen des Stücks auf ihre Weise fertig werden.</p>
<p>Judith Hofmann als Amme gibt ihrer Figur eine steife und erhabene Distanz, in ihrer eisernen Haltung beobachtet und kommentiert sie und hält die großbürgerliche Etikette hoch. Herakles&#8216; Bote Lichas (Matthias Neukirch) behauptet eine vielleicht allzu lässige Militärüberlegenheit, die sich schnell als fadenscheinig demaskiert. Katja Bürkle tritt als lauter Hyllos auf &#8211; mit der Hand in der Trainerhose und Cap &#8211; als typisch pubertärer Jugendlicher, der seine Unsicherheit zunächst mit Coolness übertüncht. Schnell packt ihn jedoch wilde Verzweiflung im Angesicht des Schreckens. Der Umsturz seiner Welt zerstört jede Sicherheit und Orientierung.</p>
<p>Die zentrale Figur ist Deianeira. Sie wird glänzend von der famosen Patrycia Ziółkowska gespielt. Deianeiras Kleider und ihr kluges und selbstbewusstes Auftreten vermittelt Klasse und Stil. Hier wartet kein Mütterchen zu Hause auf den erfolgreichen, fernbleibenden Ehemann, sondern eine gescheite Beobachterin erfasst da blitzschnell, was passiert. Sie weiß genau, wie ihr Mann mit ihr umgeht, sie sitzen lässt.</p>
<p>Locker, aber doch konzentriert und sehr selbstsicher, kommentiert sie schon zu Beginn – das Publikum fest im Auge &#8211; , die eigene Geschichte, wenn sie erklärt, &#8222;dass man keines Menschen Leben messen kann vor seinem Ende&#8220;. Diese Figur wirkt so stark, und sie endet trotzdem im Selbstmord. Gegenüber dem Schicksal unterliegt auch der Kluge und Selbstsichere – ob Frau (Deianeira) oder Mann (Herakles). Beide können als starke Menschen gegenüber dem stärkeren Schicksal nichts ausrichten.</p>
<p>Denn Herakles unterliegt einer Hinterlist, weil er ein mit Kentaurenblut getränktes Gewand entgegen nimmt, das ihn umbringen wird. Soll sich kein Mächtiger dieser Welt zu sicher wähnen, das Verderben kommt unverhofft und von einer Seite, von der man es nicht erwartet. Die weitblickende Deianeira dagegen unterliegt der Blindheit gegenüber diesem Kentaurenblut und der gesellschaftlichen Konvention, aus der sie sich nicht zu lösen vermag. Ihr Unbewusstes macht genau das falsche: sie versucht den Mann an sich zu binden. Ihre  Tragik besteht im Nicht-Entkommen-Können trotz klarem analytischem Verstand. Auch sie, die Starke, hat blinde Flecken.</p>
<p>Der Anti-Held Herakles (Sebastian Rudolph) bleibt den ganzen Abend nackt und die meiste Zeit als abwesender Ehemann im Hintergrund. Diese Nacktheit und Ferne deutet sein Leben fern der Familie an, ein archaisches Leben ohne gesellschaftliche Rücksichtnahme. Sein großer Auftritt kommt erst nach knapp anderthalb Stunden. Siech, unentrinnbar dem Tod geweiht, schleppt er sich nach Hause – röchelnd und schreiend. Dabei transportiert der einst so strahlende Held sein Unverständnis, nicht im Kampf, sondern von der eigenen Frau hingemordet zu werden.</p>
<p>Und dann folgt noch ein von Rudolph, vielleicht doch zu dramatisch in Szene gesetzter Macho-Schluss, in dem der sterbende Vater dem zögernden Sohn das Versprechen abringt, dass er genauso gewaltsam-patriarchal weitermachen muss.</p>
<p>Hier deutet sich ein schlimmes Weiter-so an, das bis in unsere Tage anhält. Denn in einem Kampf um die Braut Deianeira (Brautagon) hatte einst Herakles gewonnen. Die hierin verborgene fatale Gewaltstruktur bringt kein dauerndes Glück hervor und schwelt im Untergrund weiter fort in einer Familie, die durch Exil, Krieg, Gewalt und einen ungezügelten Eros auseinanderfällt. Herakles wird als Held demontiert, denn er ist kein ruhmreicher Kriegsheimkehrer, sondern ein Zerstörer.</p>
<p>Nicht ohne Ironie ist es, dass das Fundament der durch Gewalt zustande gekommenen Ehe ausgerechnet eine Phiole mit dem Gift auch das Ende besiegelt.</p>
<p>Wielers Inszenierung führt uns luzide und hintergründig das Mörderische des patriarchalen Systems vor, in dem die Frauen und Kinder immer wieder Opfer sind. Doch es wäre allzu dürftig, wenn er es bei dieser einseitigen feministischen Sicht belassen würde. Krieg, sexualisierte und patriarchale Gewalt hinterlassen zwar seelische Wunden in den Menschen, die als Traumata von Generation zu Generation weitergegeben werden – bis heute. Die tiefere Bedeutung dieses Stücks liegt aber darin, dass selbst ein kühler analytischer Verstand, der alles im Griff zu haben meint, dem untergründig schwelenden Schicksal unterliegt.</p>
<p>Martin Kasperzyk im Januar 2025</p>
</div></section></div>
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</div></section><br />

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<section  class='av_textblock_section av-2qtej2-5798ac6778ef1692db4517c1a4e72434 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ></div></section></p></div></div></div></div><!-- close content main div --></div></div>
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		<title>Adam Zagajewski</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2024 09:15:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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<br />
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<p>Carl Hanser Verlag</p>
<p>204 Seiten</p>
</div></section></p></div><div  class='flex_column av-2r5lqv-d28ceb17c2b8f2a213a12421bc022044 av_two_third  avia-builder-el-8  el_after_av_one_third  avia-builder-el-last  flex_column_div  '     ><section  class='av_textblock_section av-lwfbqyf9-c83b0a1f7fd945cef2c152cd48e68e07 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><p>Adam Zagajewski – Verteidigung der Leidenschaft</p>
<p>Die in diesem Buch versammelten Essais kann man einerseits als einfühlsame und wertschätzende Hommage des Autors an befreundete Menschen lesen: Jozef Czapski, Zbigniew Herbert oder Czeslaw Milosz. Für die meisten deutschen Leser dürfte jedoch etwas anderes wichtiger sein. Es sind dies  wesentliche Einsichten in das künstlerische Schaffen. Zagajewski kann hier aus seinem erfahrungsgesättigten Leben als Dichter schöpfen.</p>
<p>Am besten lässt sich dies an Platons <em>Symposion</em> mit Diotimas klassischer Rede über die vertikale Wanderung der Liebe verdeutlichen. Platon verwendet den Begriff <em>metaxu</em>, in dem das Dazwischen-Sein erfasst wird; ein Zwischenraum zwischen unserem gewöhnlichen Alltag und der aufregenden und erregenden Transzendenz und dem Geheimnis des Göttlichen. Beides ist notwendig. Nie können wir uns in der Transzendenz auf Dauer niederlassen. Diotima ermutigt uns zwar zu Recht, der Schönheit und Wahrheit entgegen zu gehen, doch wir müssen täglich wieder hinunter steigen in die Normalität. Wie Zagajewski es plastisch beschreibt: in den höchsten, schneebedeckten Alpenregionen wird sich niemand ansiedeln und dort länger seine Zelte aufschlagen. Nach der Epiphanie, nach der Niederschrift eines Gedichtes – so der Autor &#8211;  gehen wir in die Küche und überlegen, was wir zu Mittag kochen. So pendeln wir unablässig zwischen dem inspirierten Platon und dem sachlichen Aristoteles. Denn oben droht Wahnsinn und unten Langeweile. Wir befinden uns stets „dazwischen“ und permanent in Bewegung. Poesie versteht Zagajewski als diese Bewegung des „dazwischen“. Sie kann daher auch nicht unsere Alltagssprache sprechen, sondern sie bedient sich dabei eines „hohen Stils“, der aus dem permanenten Dialog zwischen dem Reich des Geistigen und unserem Alltag erwächst.</p>
<p>Herausragende Poesie berücksichtigt daher immer zwei Dinge: das, was ist, und wie wir Menschen sind, die Eitelkeit und Dummheit von uns selbst und unserer Nächsten, aber auch das Streben nach einer höheren Welt, einer höheren Ordnung. Es ist ein Konflikt zwischen der nie endgültig erfahrbaren Wahrheit und Schönheit, zwischen nüchterner Analyse und religiöser Verzückung, zwischen Denken und Inspiration. In Thomas Manns Zauberberg sieht Zagajewski diesen Zwiespalt auf die zwei Personen Naphta mit seiner metaphysischen Unruhe und dem erregenden philosophischen Schauer, den wir zuweilen bedürfen, und den braven Humanisten Settembrini aufgeteilt.</p>
<p>Die Poesie streckt sich also immer aus zu diesem inspirierten metaphysischen Geheimnis, sie ist verdammt dazu, mit dem Geheimnis zu leben, verdammt zu ewig anregender Ungewissheit. Angeregt zu Metaphern, die das lodernde Feuer des Geheimnisses stets umkreisen und am Leben erhalten.</p>
<p>Am Ende des Lebens weiß man dann zwar immer noch nichts. Es ist das Gefühl, dass das Geheimnis, welches die wichtigeren Dinge umschließt wie Zeit, Liebe, das Böse, das Schöne, die Transzendenz, jetzt, da man alt und erschöpft ist, noch ebenso unergründlich ist wie in stürmischer Jugend. Nichtwissen ist dann aber kein Zustand passiver Unwissenheit, sondern eher eine eigene geschaffene Atmosphäre, ein Denkraum. Es ist nicht das Wissen des schläfrigen Tölpel noch das Nichtwissen eines angeklagten Ministers. Das Gegenteil dieser sokratischen Atmosphäre ist das scheinbar sichere und durch Lebenserfahrung bestätigte Wissen der Alten, die sich in ihren kleinen Gewissheiten behaglich eingerichtet haben.</p>
<p>Für Zagajewski ist Kunst nicht denkbar ohne dieses Angetriebensein durch die Sehnsucht nach Größerem, nach Epiphanie, nach Ekstase und nach einem höheren Sinn. Im Gemälde „Die Mutter“ von Pieter de Hooch ist diese Sehnsucht des Künstlers im Mädchen, das im Hintergrund des Bildes steht, ausgedrückt. Indem sie im Licht steht und in den Lichteinfall schaut, steht sie im Banne eines Zaubers, der sie aus der realen Welt reißt. Dunkel erahnt sie ein ganz anderes Leben, eine transzendente Unendlichkeit, in der die ganze Wahrheit des Lebens steckt.</p>
<p>Es geht dem Künstler also immer um ein Gefühl der Nähe zu etwas, was nicht in Worte zu fassen ist. Aber der Poet versucht dies trotz alledem, indem er Gedichte schreibt, indem er eine Ganzheit der Welt dichtet, eine Welt, wo es Göttlichkeit und Schmerz, Verzweiflung und Freude in Eins gibt. Während die Profis unserer Welt nur ein einziges Thema glänzend beherrschen. Wie der Autor schön formuliert: Sie studieren das Feuer, beschreiben aber können Sie nur die Asche.</p>
<p>Im Januar 2025</p>
</div></section></div></div></div></main><!-- close content main element --></div></div>
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		<title>Gedanken zum Advent und Weihnachten 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Dec 2024 08:10:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Traktate]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Impuls zum Thema Advent und Weihnachten]]></description>
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<p>Vielleicht finden sie etwas inspirierendes für sich&#8230;</p>
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<p>Erleben Sie dieses Jahr eine <strong>echte</strong> Weihnachtsfreude, können Sie sich mit <strong>allen</strong> <strong>Sinnen</strong> auf die Frohe Weihnachtsbotschaft vorbereiten? Oder verlieren sie sich im Trubel, in Hetze und Stress? Leiden gar Angehörige von Ihnen, leiden sie selbst unter einer Krankheit oder haben sie erst vor kurzem einen lieben Menschen verloren? Weihnachten gibt es nicht deswegen, damit wir uns alle von der schönsten Seite zeigen und für ein paar Tage eine heile, idyllische Welt haben. Nein, zu Weihnachten steht die Welt mit all ihrer Banalität und ihrem Leid nicht still, aber dieses Fest setzt trotz allem dem Dunkel in unseren Herzen und in der Welt etwas entgegen. Nämlich ein beeindruckendes Licht, das mit Weihnachten in dieser Welt aufleuchtet.</p>
<p>Gott (den die Griechen des Altertums theos, der Blickende, nannten) selbst ist es, der auf uns schaut und der in seinem Blick ein Licht anzündet, in dem er ins Dunkel der Welt leuchtet und das erscheinen lässt, was gewöhnlich unseren Augen verborgen ist. Erfassen wir im Kerzenlicht nicht einfach nur <strong>irgendein</strong> Licht inmitten der Dunkelheit dieser Jahreszeit, sondern den Lichtglanz Gottes, seinen Anblick auf uns. Dann bedeutet es Hoffnung, Orientierung, Wärme, Freude und Jubel. Gottes Licht ist beim ersten Weihnachten bereits für uns angebrochen. Es liegt an uns, es zu sehen und weiterzutragen.</p>
<p>„Vier Kerzen“ von Rainer Maria Rilke:</p>
<p>„Vier Kerzen</p>
<p>eine Kerze für den <u>Frieden</u>,</p>
<p>weil der Streit nicht wirklich ruht.</p>
<p>Für den Tag voll Traurigkeiten</p>
<p>eine Kerze für den <u>Mut</u>.</p>
<p>Eine Kerze für die <u>Hoffnung</u></p>
<p>gegen Angst und Herzensnot,</p>
<p>wenn Verzagtsein unseren Glauben</p>
<p>heimlich zu erschüttern droht.</p>
<p>Eine Kerze, die noch bliebe,</p>
<p>als die wichtigste der Welt;</p>
<p>eine Kerze für die <u>Liebe</u>,</p>
<p>weil nur diese wirklich zählt.“</p>
<p><strong>Aufbruch:</strong></p>
<p>Wir sind am Ende der Adventstage und freuen uns auf Weihnachten. Aber wo bleibt der adventliche Ruf, wo ist heute das Beben eines neuen Anfangs zu vernehmen? Erinnern wir uns: die Zeit der Perestroika in der Sowjetunion, die Anfänge der Solidarnosc in Polen, die deutsche Wiedervereinigung, Nelson Mandela in Kapstadt, Martin Luther Kings Marsch nach Washington. Das erschütterte die Welt in einem guten Sinne, eine neue und bessere Zeit brach an. Und heute? Schauen Sie sich in der Welt um, finden wir noch solche hoffnungsfrohen Zeichen angesichts all der schlechten Entwicklungen um uns herum? Aber auch wenn die Zeiten düster zu sein scheinen, es bleibt doch unsere ungeheure Sehnsucht nach dem Guten.</p>
<p>Oh, diese Sehnsucht, anfangen zu können, und immer alle diese versperrten Wege. Oh, dieser Wunsch nach einem Neuanfang, und immer die Bedenkenträger, die am liebsten alles so lassen wollen, wie es ist. Oh, dieser Wille Neues zu wagen, und immer die Mutlosigkeit angesichts all dieser Wände um uns herum.</p>
<p>Nein, trotz alledem müssen wir unsere Sehnsucht und unseren Mut auf Veränderung bewahren, unbedingt! Und gerade die adventliche Zeit ist auch eine Zeit, es zu wagen: die verschlossenen Türen kräftig aufzustoßen, damit frischer Wind in unsere wattierten und beschaulichen Stuben einströmen kann, damit wir zum Umdenken gebracht werden und neues Denken wachsen kann. Diese Hoffnung auf Veränderung gehört zum Advent dazu, auch hier und heute.</p>
<p>Der Dichter Rainer Maria Rilke ruft uns in seinem Sonett <em>Archaïscher Torso Apollos</em> zu: „du musst dein Leben ändern!“ Für ihn ist der Mut zum Aufbruch, zum Aufbruch in ein Land der Sehnsucht und Verheißung existenziell. An uns liegt es, ob wir diese Einladung annehmen. An uns Christen liegt es, ob wir dem weihnachtlichen Geheimnis der Menschwerdung Gottes in unserem Alltag Raum geben, ob wir Gott in unserem Alltag leben. Der Theologe Karl Rahner hat es einmal so ausgedrückt: „ich habe gearbeitet, habe geschrieben, doziert, meine Pflicht zu tun, mein Brot zu verdienen gesucht. Ich habe in dieser üblichen Banalität versucht, Gott zu dienen. Fertig.“ Können wir das von uns auch sagen?</p>
<p>Wenn wir Gottes Sein in unserem Alltag leben, wenn wir das schaffen, dann wird unser Alltag sinnvoll, verzaubert und wertvoller. Denn alles, was mehr aus uns macht, als wir bisher waren, ist gut und recht. Jede Steigerung ist gut, wenn sie Freude ist. Freude ist unsäglich mehr als Glück, Glück bricht über die Menschen herein, Glück ist Schicksal, Freude aber bringt uns zum Blühen, Freude ist das Äußerste, was die Menschen in ihrer Macht haben. Mit Gott im Alltag wachsen wir über die eigentlich läppischen Dinge, die uns oft so sehr fesseln, hinaus, soweit es geht. Die äußerste Möglichkeit, die wir in uns tragen, kann so zum Maßstab unseres Lebens werden. Denn unser Leben ist groß, und es geht so viel Zukunft hinein, als wir tragen können. Gott will, dass wir das Leben in all seinen Möglichkeiten wirklich zulassen, manches Heil könnte so zur Welt gebracht werden – durch uns selbst.</p>
<p><strong>Warten auf die Ankunft Gottes:</strong></p>
<p>Advent bedeutet auch, sich auf das Geheimnis der Menschwerdung Gottes einzulassen. Wer das Geheimnis von Weihnachten verstehen will, der braucht den Advent, der braucht die Zeit in der wir eingeladen sind, das Ungeheuerliche zu empfangen. Es ist keine Wartezeit, in der die Zeit bis Weihnachten irgendwie überbrückt werden soll, sondern es ist eine geheimnisvolle und zauberhafte Zeit des <strong>Erwartens</strong>. Es ist die erregende Zeit des noch unerfüllten, noch verhüllten Geschenkes.</p>
<p>Wir erwarten und erhören und geben uns nicht zufrieden mit dem, was hier und jetzt ist, wir strecken uns aus zu dem hin, was noch nicht ist, aber was sein wird. Wir staunen und sind wach, das Unsagbare zu hören, dem Unglaublichen zu vertrauen. Ein Gott, ein Gott, den wir glauben, wird Mensch. Da liebt uns ein Gott so sehr, dass er selbst Mensch wird. Da macht sich ein starker, großer, allmächtiger Gott in einem Kind in der Krippe klein, schwach und ohnmächtig. Er kommt uns entgegen. Weihnachten, das ist das Fest des entgegenkommenden Gottes.</p>
<p>Advent ist daher auch die Zeit dieser Erschütterung, so sagt es der Jesuit und Priester Alfred Delp, den die Nazis am 2. Februar 1945 ermordet haben. Eine solche Erschütterung braucht <strong>offene Herzen</strong>. Die Adventszeit ist also auch die Einladung, mich und mein Herz zu öffnen, mich berührbar zu machen. Berührt von einem Gott, der mich liebt, ein Gott der mich will. Das Entscheidende ist vor mehr als 2000 Jahren längst geschehen, ob wir es sehen, hängt von unserem offenen Herzen ab. Dafür bedarf es eigentlich nicht viel: ein wenig Raum, ein wenig Zeit, in der die Sehnsucht wachsen darf, Stille, in der ich neu hören lernen kann, Lieder, von denen ich mich berühren lassen kann. Das heißt: Gott, diesem Geheimnis, einen Raum, eine Zeit geben &#8211; dieses Geheimnis in mein Leben hereinholen. Es ist kein Machen und Tun, was von uns verlangt wird, es ist eine andere Art zu sein. Warum? Vielleicht damit uns Menschen Flügel wachsen. Vielleicht ein Flügelschlag, der uns dem Geheimnis Gott näher bringt.</p>
<p>Der Weg zu diesem Gott führt immer über unsere Haltung zur Welt und anderen Menschen. Es liegt an uns, unsere Grenzen zu überwinden, indem wir etwa einem anderen die Hand zur Versöhnung reichen, in dem wir vergeben, in dem wir uns selbst zurücknehmen, in dem wir über unseren eigenen Schatten springen, indem wir über unsere Grenzen gehen, weil Gott über Grenzen geht.</p>
<p>Martin Kasperzyk/Dezember 2024</p>
</div></section></div>
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		<title>Unsere Planungen für das Jahr 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MKasperzyk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2024 15:54:03 +0000</pubDate>
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<div  class='flex_column av-yp6wo-fef41282ad531cacae0b77c4df5f2543 av_one_full  avia-builder-el-2  el_after_av_hr  el_before_av_hr  first flex_column_div  '     ><section  class='av_textblock_section av-lwfbqyf9-c83b0a1f7fd945cef2c152cd48e68e07 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><p>Im Jahr 2025 planen wir Veranstaltungen über</p>
<p><strong>Leo Perutz</strong></p>
<p>Leo Perutz ist ein leider kaum mehr bekannter Autor, der aber fantastische Erzählungen geschrieben hat</p>
<p>Wir werden mit Musikbegleitung über sein Leben und Werk informieren</p>
<p><strong>Der liebe Augustin</strong></p>
<p>Von Horst Wolfram Geißler</p>
<p>Diese Erzählung spielt Ende des 18. Jahrhundert vor allem in Lindau, also hier am Bodensee</p>
<p>Hier werden wir mit einem professionellen Schauspieler eine szenische Lesung mit Musik machen</p>
<p><strong>Joseph Schmidt</strong></p>
<p>Er war in den 30er Jahren einer der bekanntesten und beliebtesten Opernsänger. Er starb auf der Flucht im Kanton Zürich in der Schweiz.</p>
<p><strong>Wir starten mit einer neuen Veranstaltungsreihe:</strong></p>
<p><strong>Lassen Sie uns über Glaube, Gott und Religion reden</strong></p>
<p>Einmal im Quartal treffen wir uns im Cafe, um uns über wichtige Fragen unseres Lebens auszutauschen. Das Ganze wird strukturiert stattfinden: nach einem Impuls besprechen wir einen vorher ausgeteilten Text/Film etc.. Jeder Teilnehmer kann sich mit seinen Ideen einbringen. Wenn es sinnvoll ist, werden unsere Treffen von passender Musik begleitet. Wir sind gespannt, wie das angenommen wird.</p>
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